Blaze Bayley
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Musiklehrer und mehr

Interview mit Dani Löble (Martin Keschenau)
Quelle: eigenes Interview
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Dani Löble
D

er neue Drummer von BLAZE ist Dani Löble, neben Oliver Palotai der zweite Deutsche im Bunde. Dani, dessen Name in den verschiedensten Schreibvarianten anzutreffen ist (auch ich bin auf diese Verwirrung hereingefallen) hat denn auch sofort korrigierend eingegriffen. Er heißt Dani Löble. Mit "i" und "ö". Bei einem Bier erzählt der frischgebackene BLAZE-Musiker, der auf eine sehr sympathische Weise nie richtig erwachsen geworden ist, kurz über sich und seine Arbeit bei der Band.

Dani, wann bist Du eigentlich geboren?

[grinst] Wie alt schätzt Du mich denn?

[etwas ratlos] Du wirst doch nicht jünger sein als ich? Ich weiß nicht - mein Alter vielleicht? 27?

[lacht] Danke! Nein, ich bin 32... Geburtsjahr 1973. Also gut: 22. Februar 1973, um genau zu sein.

Im Laufe Deiner Musikerkarriere hast Du in den Metal-Bands Höllenhunde, Glenmore sowie Rawhead Rexx gespielt. Letztere ist noch heute aktuell. Wie ist Dein musikalischer Hintergrund? Klassische Ausbildung oder alles selbst beigebracht?

Ich habe Musik studiert. Ich war drei Jahre lang an der ACM (Acadamy of Contemporary Music) in Zürich.

Also genau wie Oli Palotai!

Ja, das stimmt! Aber komischerweise sind wir uns dort nie begegnet.

Wie lautet der Abschluss, denn Du dort bekommen hast?

Naja, Musiklehrer eben... und Berufsjugendlicher! [lacht]

Dann sind es mit Dir also schon zwei studierte Musiklehrer, die hier bei BLAZE mitspielen! Wie genau bist Du denn in BLAZE hineingeraten?

Ich war mit Rawhead Rexx als Support für Doro unterwegs und habe dabei Oli und Nick [Douglas, Anm. d. Red.] kennengelernt. Blaze selbst habe ich zum ersten Mal bei einer Show in Osnabrück getroffen. Was ich gemacht habe, hat ihnen damals wohl ganz gut gefallen, so dass ich später in die engere Auswahl gekommen bin.

Wer entscheidet eigentlich darüber, wer in die Band hineinkommt? Ist es Neil, der Manager von BLAZE, oder Blaze selbst?

Beide. Die Entscheidung wird letztendlich von beiden gemeinsam getroffen.

Es war damals alles eine recht plötzliche und kurzfristige Geschichte gewesen; für die Fans und, wie ich bis jetzt gehört habe, für euch genauso. Viel Vorbereitungszeit habt ihr nicht gehabt, bevor es an die ersten Shows in Italien ging. Wieviel war es?

Unterschiedlich. Am Härtesten hatte es den Luca erwischt; er hatte für die Vorbereitung nur etwa eine Woche gehabt! Bei mir waren es so 12 oder 13 Tage gewesen.

Und Du hast alles prima auf die Reihe bekommen, alle Achtung... Wie ist es denn von Deinem Standpunkt aus: würdest Du sagen, dass Du mit den BLAZE-Drumparts gut zurechtkommst?

Die Drumparts sind soweit kein Problem. Jetzt heißt es für mich, immer mehr ins Detail zu gehen und die Kleinigkeiten zu verfeinern, die verschiedenen Stimmungen der Stücke, das Zusammenspiel mit den anderen und so weiter. Wir hatten ja auch nur 2 Proben gehabt... nicht so einfach, wenn die Leute von überall her zusammenkommen müssen.

Was würdest Du drumtechnisch als die schwierigeren BLAZE-Stücke bezeichnen? Will to Win wegen der Geschwindigkeit?

Nein... wie gesagt, vom Schwierigkeitsgrad her geht das alles. Blood & Belief ist da vielleicht ein wenig schwieriger als der Rest. Oder Ghost in the Machine auf eine andere Weise, weil es viele verschiedene Timings hat. [demonstriert die Passage vor dem Refrain] ta ta ta da ta ta da... und dann: "The ghost. Ghost in the machine..." Das sind eben solche Details, an denen man längere Zeit arbeiten kann.

Wie sieht Deine Arbeit nach Balve und vor den nächsten BLAZE-Shows im Dezember aus? Was machst Du in der Zeit Schönes?

Ich habe ein paar Shows für eine 60er/70er Jahre-Coverband zu trommeln. Dann steht eine Aufführung vom "Phantom der Oper" hier bei mir in der Gegend an und danach eine Show mit einem Gospel-Chor! Die neue Scheibe von Rawhead Rexx ist auch noch unterwegs... Dazwischen werde ich mich um meine immer wartenden Schüler kümmern, und wenn Zeit bleibt, viel üben, um mich selber weiter zu entwickeln!

Es wurde für die Dezembershows von einem 2,5h-Set gesprochen... Das müssen dann so an die 30 Songs sein? Kriegt ihr es rechtzeitig hin?

Ja, habe ich auch gehört! Das Material habe ich schon bekommen... Es dürfte eigentlich machbar sein, und wenn nicht, dann trommele ich ein Solo, bis die 2,5 Stunden rum sind. Hahaha! Danach versuche ich, die Inselbewohner mit Oli unter den Tisch zu saufen! [lacht sich kaputt]

Ok, Dani, dann wünschen wir Fans Dir noch viel Spaß und frohes Schaffen bei BLAZE! Herzlichen Dank für das Gespräch!

15.10.2004 / Martin Keschenau


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